Schichtplanung
Was ist Schichtplanung?
Schichtplanung bedeutet, die Arbeit bei einem Event in definierte Zeitfenster aufzuteilen und diese Zeitfenster mit den richtigen Personen zu besetzen. Bei Freiwilligen-Events umfasst das typischerweise:
- Bereiche (z.B. Bar, Aufbau, Einlass, Garderobe, Müll)
- Rollen (z.B. Barkeeper, Aufbauhelfer, Ticketkontrolle, Schichtleitung)
- Schichten (z.B. Freitag 18:00–22:00, Samstag 10:00–14:00)
Eine saubere Schichtplanung ist die operative Grundlage jedes Events. Wer hier improvisiert, improvisiert später auch in der Durchführung — meistens unter Zeitdruck und vor Publikum.
Schichtarten
Nicht jede Schicht funktioniert nach den gleichen Regeln:
- Aufbau-Schichten: körperlich anspruchsvoll, oft längere Blöcke (4–6 Std.), klare Aufgabenliste
- Laufender Betrieb: kürzere Schichten (3–5 Std.) wegen Konzentrationsbedarf und Lautstärke
- Nachtschichten: kürzere Blöcke (max. 4 Std.), Bonus-Kompensation üblich
- Abbau-Schichten: berüchtigt für No-Shows, deshalb grosszügig planen
- Springer-/Reserve-Schichten: Helfer auf Abruf für unvorhergesehene Lücken
Herausforderungen
- Kapazitätsmanagement: Jede Schicht hat eine Mindest- und Maximalbesetzung
- Überschneidungen: Eine Person kann nicht zwei Schichten gleichzeitig arbeiten
- Anforderungen: Manche Rollen brauchen Mindestalter, Führerschein oder Sprachkenntnisse
- Präferenzen: Freiwillige haben Wünsche, wann und wo sie eingesetzt werden wollen
- Übergaben: Zwischen Schichten braucht es Überlappung, sonst geht Wissen verloren
Faustregeln aus der Praxis
- Schichtlänge: 4–6 Stunden ist der Sweet Spot. Längere Schichten produzieren Fehler.
- Übergabezeit: 15–30 Minuten Überlappung an Schlüsselpositionen einplanen.
- Puffer: 20–25% mehr Schichtslots als Mindestbedarf — wegen No-Shows.
- Erfahrung mischen: Pro Schicht mindestens eine Person, die das Event schon kennt.
Häufige Fehler
Zu lange Schichten ansetzen. Acht Stunden an einer Bar klingen effizient — produzieren aber ab Stunde fünf mehr Probleme als sie wert sind. Mehr dazu unter häufige Fehler in der Schichtplanung.
Übergaben vergessen. Schichtwechsel ohne Überlappung führen zu Wissenslücken und Stress. Strukturierte Schichtübergaben sind ein eigenes Thema.
Puffer unterschätzen. Wer ohne Reserve plant, steht bei jedem Ausfall in der Defensive.
Tools
Bei kleinen Events (unter 20 Helfer) reicht oft eine einfache Tabelle. Bei grösseren Events wird das schnell unübersichtlich — Überschneidungen werden übersehen, Kapazitäten stimmen nicht, und Änderungen ziehen einen Rattenschwanz nach sich. Ein Helfertool mit integrierter Schichtplanung löst diese Probleme automatisch.
Ein konkreter Leitfaden zum Aufsetzen eines ersten Schichtplans findet sich im Blog: Schichtplan erstellen für Events.